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Ich im Miteinander

15. Oktober 2026

Wie du Nähe schaffst, ohne unfreundlich zu sein.

Kannst du klare Worte finden, ohne unfreundlich zu sein? In unserem Modul 2, „Ich im Miteinander“, geht’s um das DU: Du lernst offen und direkt zu sagen, was du denkst oder brauchst, ohne dabei die Beziehung zu deinen Mitmenschen anzukratzen.

Klarheit und Freundlichkeit müssen kein Gegensatz sein, denn wir können unbequeme Wahrheiten sehr wohl empathisch rüberbringen, ohne den Verteidigungsmodus der anderen Person zu aktivieren.

Unser Modul 2 beginnt beim Verstehen, bevor es überhaupt um die richtigen Worte geht. Erst wenn du weißt, wie dein Gegenüber tickt, findest du Worte, die bei ihm ankommen können.

Andere wirklich verstehen

Gute Kommunikation beginnt, bevor das erste Wort überhaupt fällt. Hörst du wirklich zu, oder wartest du innerlich schon darauf, dass du selbst wieder was sagen kannst? Wer zuhört, um zu verstehen, versucht die Perspektive der anderen Person zu begreifen, bevor geantwortet oder bewertet wird. Das heißt nicht, jeder Sichtweise zuzustimmen, sondern sie erst einmal ernst zu nehmen.

Dabei kommen einem manchmal auch die eigenen Urteile in die Quere. Welches Bild hast du eigentlich von den Menschen, mit denen du arbeitest? Traust du ihnen zu, dass sie ihr Bestes geben, oder erwartest du eher das Gegenteil? Dein Menschenbild färbt jedes Gespräch, auch wenn du es nie ausgesprochen hast.

Dazu gehört auch der Blick auf das, was andere gut können, statt nur auf das, was dich stört. Und der Blick auf dich selbst: Kommunizierst du eher direkt oder zurückhaltend, kurz oder ausführlich, und was macht das mit den Menschen, die ganz anders ticken als du? Jedes echte Zuhören und jede ehrliche Anerkennung wirkt dabei wie eine Einzahlung auf euer Beziehungskonto. Und genau dieses Vertrauen trägt später auch jede unbequeme Wahrheit.

Selbst verstanden werden

Andere zu verstehen ist schon die halbe Miete. Was noch fehlt: Selbst verstanden zu werden. Das funktioniert mit der gewaltfreien Kommunikation, eine Form empathischer Kommunikation, die denkbar einfach ist, in der Umsetzung aber erstaunlich schwierig und die ein oder andere Übung erfordert. Im Kern geht es dabei weniger um sanfte Formulierungen als um einen Wechsel der Perspektive: weg von der Bewertung, hin zur Beobachtung, und zu der Frage, welches Bedürfnis dahintersteckt, bei dir und bei deinem Gegenüber.

In die eine Richtung heißt das, klar Feedback zu geben: bei schlechten Arbeitsergebnissen nicht zu sagen „das ist schlecht", sondern zu benennen, was dir aufgefallen ist, und daraus eine konkrete Bitte zu machen. Vielleicht ist das der größte Unterschied zwischen Feedback, das ankommt, und einem Vorwurf, der nur abwertet. Dabei hilft ein Blick auf deine eigene Wirkung, denn was du meinst und was bei anderen ankommt, sind oft zwei verschiedene Dinge.

In die andere Richtung heißt es, Feedback auch anzunehmen, und das ist oft die schwerere Seite. Der erste Impuls ist sich zu rechtfertigen, sobald der erste Satz gesagt ist. Wer stattdessen erstmal zuhört, statt zu antworten, gibt der anderen Person das Gefühl, gehört zu werden, und sich damit selber die Chance, das Gesagte erstmal sacken zu lassen.

Und am Ende steht Klarheit über Erwartungen: Sprich aus, was du von einer Situation erwartest, und frag genauso konkret nach, was dein Gegenüber erwartet, statt es zu vermuten. Viele Konflikte entstehen nicht, weil jemand etwas falsch gemacht hat, sondern weil unterschiedliche, nie ausgesprochene Erwartungen aufeinandertreffen.

Zitat-Grafik in Mintgrün von glæd.works zu Modul 2 „Ich im Miteinander": Hörst du zu, um zu verstehen oder um zu antworten? Wir arbeiten dran.
Modul 2 – Ich im Miteinander | glæd.works

Klare, empathische Kommunikation ist der zweite von drei Schritten guter Zusammenarbeit, denn erst wenn deine Klarheit auch bei anderen ankommt, kann daraus ein echtes Miteinander werden.

Im Leadership-Programm und Team-Programm von glæd.works eignest du dir das Schritt für Schritt in Modul 2, „Ich im Miteinander", an: Du verstehst andere wirklich und wirst selbst verstanden.

Portrait von Neele.

Geschrieben von Neele

Strategie & Kommunikation

Neele interessiert sich als Teil des glæd.works Teams für Themen der Arbeitswelt von morgen.
Sie glaubt daran, dass faire, solidarische und zukunftsfähige Arbeit dort entsteht, wo Menschen sich wohlfühlen, ihre Stärken einbringen und Zusammenarbeit auf Augenhöhe stattfindet.

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