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Podcast · New Work Chat

Mit positivem Leadership zu einer Kultur des Vertrauens

Gabriel Rath spricht mit Caro und Chris über positive Führung, eine Kultur des Vertrauens und mutige neue Wege wie den einseitigen Arbeitsvertrag.

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Cover der Folge

Darum geht es in der Folge

Im New Work Chat spricht Moderator Gabriel Rath aus Rostock mit Caro und Chris über Unternehmenskultur, moderne Arbeitsmodelle und echte Zusammenarbeit.

  • Positive Führung: wie Teams mit guter Stimmung und einem positiven Lernumfeld Schritt für Schritt wachsen.

  • Gründung aus zwei Perspektiven: wie Caro und Chris mit ihren Hintergründen aus Softwareentwicklung und Design ein Unternehmen nach ihren eigenen Werten aufgebaut haben.

  • Ein Arbeitsvertrag auf nur einer Seite: klar, transparent und voller Vertrauen, inklusive unbegrenztem Urlaub und Vier-Tage-Woche.

  • Die Vier-Tage-Woche im Alltag: wie sie bei glæd.works gelebt wird und wofür der Freitag manchmal noch gebraucht wird.

Erschienen am 27. Oktober 2026 | New Work Chat, Folge #448

Gabriel Rath 00:01 Und damit moin und willkommen zu meinem Podcast, ... New Work Chat. Ich freue mich, dass Caro und Chris heute da sind. Schöne Grüße aus der Hanse und Universitätsstadt Rostock. Chris 00:11 Boah, das ist gemein. Jetzt startet er natürlich damit, dass er jetzt in einer Hansestadt sitzt und wir hier in Kiel gerade nicht. Aber ja, moin. Trotzdem liebe Grüße aus Kiel. Damit kriegt er mich jetzt hier gleich schon am Anfang. Gabriel Rath 00:22 Ja, schön, dass ihr da seid. Ja, besonders du hast ja eine Beziehung zu Rostock, wie wir nachher noch nachvollziehen werden. Aber wir sind alle im Norden und das ist doch auch mal schön. Ein Nordisch by Nature Podcast. Caro 00:38 Auf jeden Fall, aber wir freuen uns schon sehr. Gabriel Rath 00:41 Ja, wir sind heute am Freitagnachmittag. Ist das auch so eine Zeit, zu der ihr noch arbeitet oder seid ihr normalerweise schon im Wochenende? Wie ist das bei euch, Caro? Caro 00:52 Ich wünschte, ich wäre schon im Wochenende. Nein, überhaupt nicht. Es ist schon so, dass wir uns eigentlich auf die Fahnen geschrieben haben, sogar nur eine Viertagewoche zu machen. Das heißt, eigentlich wäre der Freitag immer frei. Das haben wir, glaube ich, aber im letzten Jahr seit unserer Gründung vielleicht dreimal geschafft, wenn wir jetzt Urlaub nach Hause nehmen. Von daher, Freitag zu arbeiten und auch Freitagnachmittag ist nicht ganz unnormal. Gabriel Rath 01:19 Ja. Und bei dir, Chris, Freitag eins macht jeder seins. Das war doch so, oder? Chris 01:25 Das war vielleicht so, aber so richtig war das doch noch nie so. Bei uns ist Freitag so ein bisschen auch der Aufräumtag. Also da muss es dann auch irgendwie reichen, wenn man die Aufgaben erledigt, die ganze Woche hinten über gefallen sind, wenn man Backoffice-Fragestellungen irgendwie hat oder keine Ahnung was. Und wo wir vielleicht auch nochmal konzentriert das eine oder andere strategisch angehen. Also wenn Montag bis Donnerstag doch irgendwie auch operativer ist, dann ist der Freitag meist auch mit viel Konzentration versehen auf bestimmte Themen, zu denen man dann vielleicht in der Woche nicht gekommen ist. Was auch schön ist, muss man auch mal andersrum formulieren. Kann auch gut sein. Gabriel Rath 02:02 Also einige machen Freitag-Meeting frei. Gab es nicht mal den Fall, dass Volkswagen E-Mail frei hatte am Freitag. Ich erinnere mich da irgendwie an eine Geschichte, dass die E-Mails dann abgestellt wurden in Thailand, wahrscheinlich nicht im ganzen Konzern. Chris 02:18 Und die kamen dann alle Samstag früh oder was? Gabriel Rath 02:22 Geballert, geballt und geballert, kam die dann wahrscheinlich am Montag sechs alle ausgeschüttet. Wir starten hier mal gerne mit unserer schönen Einstiegsfrage. Meine mittlere Tochter Mathilda, die spielt ja hier mit und spricht das Intro ein und ist 13 Jahre und ich würde euch beide mal bitten, ihr zu erklären, was ihr eigentlich so macht, Caro. Vielleicht magst du mal starten. Caro 02:46 Ja, wir arbeiten mit anderen Firmen zusammen. Und mit 13, glaube ich, muss ich ja jetzt auch nicht mehr ganz so krass vereinfachen. Und es ist so, dass wir entweder mit den Menschen arbeiten, die irgendwie eine Leitungsrolle haben, also so ähnlich wie Klassensprecher oder vielleicht auch mal ein Lehrer, eine Lehrerin, wenn man sich das so vorstellen möchte, helfen denen gut zu arbeiten, sich selbst gut kennenzulernen und irgendwie auch klar zu kommunizieren. Einerseits. Andererseits gucken wir uns aber auch Teams an, helfen auch denen, ja, in ihrer Gruppe gut zusammenzuwachsen, Sachen zusammenzumachen, also irgendwie auch sich Ziele zu setzen. Das ist im Groben so unsere Arbeit. Gabriel Rath 03:35 Und Chris, was würdest du der Mathilda sagen, ist das Coolste an eurem Job? Chris 03:39 Das habe ich vergessen. Caro 03:39 Was du vergessen hast. Chris 03:39 Also ich glaube, ich würde Mathilda vorschlagen, dass sie erst mal ein bisschen Schule noch macht und dann, ich weiß nicht, wann es bei ihr vielleicht der Fall ist, dass sie ein Praktikum bei uns macht. Dann kann sie das nämlich hautnah und direkt erleben, also meine Tochter beispielsweise hat danach schon gefragt, ob sie dann bei uns auch mal mitmachen dürfe, wenn es insoweit ist. Solange dauert es nicht mehr. Könnte ja auch ganz spannend sein, das mal zu tun, mal reinzuschnuppern, was Papa oder jeweils auch die Podcast Gäste von Papa so tun, wenn es deine Tochter geht. Caro hat das schon richtig ausgeführt. Also es geht irgendwie ein Miteinander. Wir schauen vor allen Dingen in Unternehmen, wie ist die Kultur, wie ist das miteinander, was können wir da irgendwie tun. Es geht nicht darum, gleich alles auf links zu drehen, sondern es geht darum, in so einer Klassenverband, es ihr vielleicht auch ein bisschen besser zu erklären, eine bessere Stimmung herzustellen, sodass alle auch Lust haben, irgendwie zu lernen in ihrem Fall oder zu arbeiten dann im Arbeitskontext, wobei auch das Lernen im Arbeitskontext natürlich stattfinden darf und auch soll. Das ist ja auch das, womit wir uns konkret auch befassen. Gabriel Rath 04:44 Ja und vielleicht gebt ihr uns auch noch mal einen Einblick in eure Geschichte, wie ihr zueinander gefunden habt und wo ihr eigentlich jetzt woher kommt. Das hat ja in deinem Fall Chris auch tatsächlich mit Rostock zu tun. Chris 04:59 Das hat mit Rostock zu tun. Jetzt müsste ich ganz, ganz weit ausholen, war ich lieber nicht. So viel sei gesagt, ich bin gebürtiger Rostocker und bin dann zum Zivildienst hier nach Kiel gekommen und habe dann hier auch in Kiel, meiner Tochter habe ich damals gesagt, malen und basteln studiert. Also habe im Design gearbeitet, aber eben auch studiert. Erst im Industriedesign, dann im Interface Design, digitale Produkte zu entwickeln. Das war eigentlich schon immer mein Steckenpferd und schon zu Schulzeiten habe ich irgendwie Webseiten entwickelt, alles Mögliche gemacht. Nach dem Studium, man ist dann ja irgendwann mal fertig und nach viel Arbeit auch an der Hochschule, wollte ich dann unbedingt in die Wirtschaft und ganz, schnell auch echte Projekte machen. Also nicht so konzeptionelle Segelflieger, wie man sie vielleicht auch in der Kunsthochschule manchmal tut, sondern eben auch ganz konkret mit Kundinnen zusammen Dinge entwickeln und Da bin ich in einem Dienstleistungsunternehmen gelandet und habe genau das getan. Und dort haben wir uns dann auch später kennengelernt und dann aus den unterschiedlichen Perspektiven oder viel mehr Disziplinen dann auch die Zusammenarbeit gelernt. In meinem Werdegang ist es dann so gewesen, dass ich relativ schnell gemerkt habe, okay, Design alleine, das reicht mir eigentlich gar nicht, beziehungsweise das bin ich gar nicht so sehr. Was mich tatsächlich interessiert, ist eigentlich die Zusammenarbeit mit Menschen. Ich habe dann erst die Projektleitung übernommen und mich vor allen Dingen auch darum gekümmert, dass es sowohl dem Kunden und seinem Team an vielen Stellen gut geht, aber natürlich auch unseren Teams, die dann jeweils für unsere Kunden auch gearbeitet haben. Ich durfte dann relativ schnell mehr Verantwortung übernehmen, hatte dann erst unseren Designbereich in dem damaligen Unternehmen sozusagen unter meinen Fittichen oder durfte mir überlegen, wie wir uns denn dort ausstellen für die Zukunft und ganz am Ende war ich dann Teil der Geschäftsleitung und der Geschäftsführung. Genau. Vielleicht machen wir an der Stelle kurz einen Stopp. Caro erzählt, wie sie sozusagen ihren Werdegang erlebt hat. Und dann mergen wir das gleich einmal zusammen, was dann passiert ist. Caro 04:59 Wir mergen das zusammen. Ich mach's mal ein bisschen kürzer. Genau. Er hat gesagt, ich soll erzählen. Ist okay. Gabriel Rath 07:07 Ja, finde ich gut. Männer reden, Frauen machen. Caro 07:19 Genau so. Ich komme also sehr klassisch aus der ganz anderen Richtung als Christoph. Chris ist eben aus dem Design. Ich habe Softwareentwicklung studiert, ich habe Informatik studiert, war dann lange Softwareentwicklerin in unterschiedlichen Firmen. Ich habe quasi einmal mir alles angeschaut. Ich war in einem Start-up, dann war ich in einem Konzern, dann war ich in einem Mittelständler und dann haben wir zusammen gegründet. Also ich habe jetzt, ich, überall den Checkhaken. Ja, und genau so ist es gekommen, dass wir uns kennengelernt haben in meiner letzten Angestellten-Situation, in der ich dann auch primär Projekte geleitet habe und dann auch mit Chris zusammen Geschäftsleitungstätigkeiten gemacht habe. Und irgendwann kam der Punkt, wo wir dachten, jetzt wollen wir nochmal selber ran. Jetzt wollen wir irgendwie unsere Werte auch nochmal neu reinbringen in eine eigene Firma, in eine eigene Idee. Und deswegen haben wir vor einem Jahr glæd.works gegründet, die eben das machen, was wir vorhin Mathilda erzählt haben. Gabriel Rath 08:31 Ja und was hattet ihr euch vorgenommen? Wir schauen gleich mal was dann passiert ist. Ich glaube, wenn man Unternehmen gründet, ist es ganz normal, dass sich Dinge entwickeln. Aber was hattet ihr euch vorgenommen? Was wolltet ihr anders machen? Caro 08:45 Uns war, glaube ich, vor allen Dingen auch wichtig, dass wir das, was wir nach außen weitergeben wollen als Good Practice für gute Arbeit, dass wir das auch nach innen leben. Deswegen haben wir auch in der Gründung schon uns überlegt, wie wollen wir eigentlich später mit Mitarbeiter:innen umgehen? Also wie könnten da Arbeitsverträge aussehen? Wie sollen denn auch unsere eigenen Arbeitsverträge aussehen, sodass das nicht riesengroß voneinander abweicht, sondern alle eben auch gleich behandelt werden. Also wir glaube ich, wirklich viel versucht, diese Mitarbeiter:innen-Brille auch aufzusetzen und eben nicht als klassisches Gründungsteam irgendwie nur an uns gedacht. Ja, und so... Gabriel Rath 09:31 Man kennt ja diese Arbeitsverträge, die dann so 30 Seiten haben im schlimmsten Fall. Das wolltet ihr etwas kürzer darstellen. Caro 09:37 Ja, genau. Mit 27 Anlagen, genau. Ja, genau, so ist es auch passiert. Also wir haben erstmal typisch angefangen und dachten, okay, hier gibt es ja eine IHK-Vorlage und die haben wir uns dann irgendwie durchgelesen und dann dachten wir, na, da kriegen wir unsere ganzen Ideen ja gar nicht rein. Wir wollten zum Beispiel unbegrenzten Urlaub gewähren, wir wollten eine Viertagewoche etablieren. Wir wollten auch schon eine Art Gewinnbeteiligung mit festschreiben, damit irgendwie auch klar ist, dass es hier nicht nur unseres, was wir hier aufbauen, sondern wir wollen zusammen was aufbauen. Das gab es irgendwie alles nicht her in der IHK-Vorlage. Und dann haben wir es nachher wirklich einfach komplett weggeworfen und Chris hat seine Design-Skills rausgeholt und einen einseitigen und auch eher spielerisch anmutenden Arbeitsvertrag kreiert. Vielleicht kannst du noch mal ins Detail gehen, wenn du möchtest. Gabriel Rath 10:29 One-Pager. Ja, das finde ich aus Arbeitnehmersicht. Aus Arbeitnehmersicht ist das toll. Natürlich müssen Dinge geregelt werden. Das ist die Frage, ob das dann alles dort stehen muss. Aber schön, wenn man Dinge vereinfachen kann. Aber ich habe gelernt, einfacher, aber nicht noch einfacher, wie war das? Macht die Dinge einfacher, aber nicht noch einfacher. Also irgendwas muss man dann schon aufschreiben. Chris 10:58 Auf jeden Fall. Also das war schon auch die Prämisse, dass das, was wir denn da schaffen, also nicht nur irgendwie vielleicht anders ist, weil uns das Alte nicht so gut gefallen hat, sondern es muss natürlich auch funktionieren. Und es muss ja auch irgendwie juristisch funktionieren, ganz klar. Also man kann nicht ein weißes Blatt hinlegen und sagen, okay, der Rest regelt sich von selber. Es gibt einfach Dinge, die festgehalten werden müssen. Aber es gibt eben auch vieles, was, glaube ich, nur historisch gewachsen ist und was wahrscheinlich die wenigsten wirklich hinterfragen. Und diese Angepasstheit, die haben wir eigentlich versucht, auch abzulegen. Also es muss nicht immer alles anders sein, aber ich muss auch nicht alles hinnehmen, was schon mal erdacht worden ist. Also selber nochmal kurz den Check zu machen und auch zu fragen, warum ist das eigentlich so und wollen wir das auch so, war eigentlich bis dato immer total hilfreich. Und ganz klar auch mal zu sagen, wir haben keine Ahnung. Wir haben nur eine Idee oder ein Bauchgefühl, wie es vielleicht sein könnte. Und dann holen wir uns vielleicht auch nochmal Unterstützung bei der einen oder anderen Sache, gerade bei diesem Thema Arbeitsvertrag, das ist ja auch nur eines von vielen, hatten wir schon auch lustige Situationen und dann am Ende irgendwie auch Learnings. Also wir hatten unseren ersten Entwurf und Caro sagte gerade das Beispiel mit dem unbegrenzten Urlaub. Wir wollten das natürlich möglichst richtig formulieren, also auch juristisch quasi auch richtig formulieren und sind dann zu einem Arbeitsrechtler gegangen und haben eigentlich nur gefragt, ob man das so machen kann, wie wir es beschrieben haben. Und seine Antwort war im Grunde, nee, mach das besser nicht. Und vor allen Dingen, werdet niemals größer als zehn Personen, weil dann hat man ja irgendwie noch Problematiken in Sachen Kündigungsschutz und allem Möglichen. Also wir sind da erstmal voll gegen die Wand gelaufen und haben gar nicht verstanden, was wir tatsächlich eigentlich auch mit diesem One-Pager vorhaben, war bisschen frustrierend und auch so bisschen Kulturschock, weil wir schon auch dachten, aber wir wollen doch gerne irgendwie was besser machen auch. Und beim zweiten Anlauf haben wir dann tatsächlich auch einen Arbeitsrechtler gefunden, der total auf unserer Welle war und es auch komplett verstanden hat, was da eigentlich jetzt konkret unser Ziel ist und der das ganz wunderbar auch begleitet hat. Gabriel Rath 13:09 Gibt es dann noch Unternehmen, die ihr kennt, die auch unbegrenzten Urlaub anbieten in Deutschland? Caro 13:16 Tatsächlich habe ich dazu vorher auch bisschen gelesen. Interessanterweise ist es so, dass am häufigsten Probleme entstehen, denen Menschen dann zu wenig Urlaub nehmen und gar nicht zu viel. Also wenn man es... Gabriel Rath 13:30 Das scheint ja der Effekt zu sein, Das hatte ich mal in dem Buch über die Kultur von Netflix gelesen. Keine Regeln. Und da war es glaube ich auch so, dass sie damit gestartet sind und dann festgestellt haben, die Leute nehmen weniger. Caro 13:45 Genau, das war auf jeden Fall auch das, was ich gelesen habe, weswegen in unserem Arbeitsvertrag auch drin steht, du sollst mindestens die sechs Wochen im Jahr Urlaub nehmen, kannst aber auch mehr nehmen. Also das eben auch klar ist, sechs Wochen Erholung im Jahr, das ist schon auch das, was wir fördern wollen, was wir uns vorstellen, damit alle auch genug Erholung haben, eben auch so ein, ich sag mal, Start-up-Leben dann auch mitzugehen und auch genug Power zu haben, braucht es eben auch Erholungszeiten. Die Idee bei dem unbegrenzten... Gabriel Rath 14:18 Die Frage ist nur, was passiert, dann jemand tatsächlich gerne zehn Wochen Urlaub machen möchte. Ich meine, am Ende muss der Laden laufen. Das ist, glaube ich, wichtig zu regeln, dass, wie auch immer, die Projekte dann gestaltet sind, dass sie dann nicht brach liegen. Chris 14:38 Ja, also Arbeitszeit als solche sichert ja auch noch lange nicht Arbeitsergebnis. Also wenn das so wäre, ja prima, dann könnte ich ja sagen, 40 Stunden, perfekt. Und dann habe ich 40 Stunden Material erzeugt, was auch immer. Nee, nee, so ist es ja auch gar nicht. Sondern gerade auch bei dem Ansatz der Viertagewoche merken wir ja auch, okay, wir können tatsächlich als Team in diesem Zeitraum der Viertage total effektiv sein und auch entsprechend sozusagen energiegeladen, unsere Arbeit machen und entsprechend die Aufgaben, die wir gemeinsam definiert haben oder die vor uns liegen, auch viel besser bedienen und bearbeiten. Und Arbeitszeit als solches garantiert das erst mal noch nicht. Ja, und dennoch, ich glaube, erst mal gibt es ja auch so eine Art soziales Miteinander. Und wenn jetzt jemand sehr viel mehr Urlaub nehmen würde als alle anderen, dann hätten wir ja schon auch einen Raum, darüber zu sprechen. Am Ende ist quasi der Use-Case, für den das gedacht ist, aber ein anderer. Also ich gehe jetzt mal davon aus, wir nehmen alle, bummel ich unsere sechs Wochen und dann reden wir so über plus minus vier, fünf Tage vielleicht. Und das sind ja dann klassische Situationen wie, meine Tochter hat Einschulung oder ich weiß nicht, ich muss noch mal genau den einen Tag zu einem Umzug und da helfen und In klassischen Firmen passiert dann ja typischerweise Folgendes. Menschen fangen also an, im Vorhinein eine Stunde länger zu arbeiten. Nicht weil sie genug Arbeit oder weil sie unbedingt viel arbeiten müssen, weil die Aufgaben das hier geben, sondern weil sie sich acht Stunden auf ihrem Zeitkonto erarbeiten wollen, die sie dann nehmen können. Und das finde ich persönlich total widersinnig. Da hat ja im Grunde genommen niemand was von. Also man quält sich das irgendwie ab. Man gibt ja auch dann viel Energie rein, die man im Zweifel vielleicht gar nicht hat, dann diesen einen Tag Einschulung zu begleiten. Und da ist eben der Ansatz ein anderer. Wir sagen, ja klar, kannst du zur Einschulung gehen, ich glaube, du hast deine Aufgaben im Blick und du hast deine Aufgaben auch im Griff. Das haut schon hin. Gabriel Rath 16:52 Also es geht Vertrauen und Freiheit, gewissermaßen Werte, die für eure Kultur wichtig sind. Ihr habt auch schon gesagt, dass ihr auch Unternehmen dabei begleitet, ihre Kultur zu gestalten und weiterzuentwickeln. Was begegnet euch denn in der Zusammenarbeit mit anderen Unternehmen? Wie viel Bereitschaft ist überhaupt da, sich mit der Kultur zu beschäftigen und da Zeit zu investieren? Denn das muss man ja, wenn man sich da wirklich ernsthaft mal ranwagt. Chris 17:23 Die Frage ist sehr, groß. Was begegnet uns? Dieses klassische Poster im Flur begegnet uns definitiv, wo dann große Werte versprechen oder große Leitsätze formuliert sind. Ich weiß, das ist schon irgendwie auch eine Anekdote, die viele erzählen oder die man oft hört, aber das gibt es tatsächlich. Also das begegnet uns definitiv. Und dass nichts davon wirklich gelebt wird oder nicht so richtig auch verstanden wird oder auch mal gemeinsam diskutiert wird, das ist Gabriel Rath 17:41 Ja, das gibt es. Chris 17:52 häufig wirklich auch die Ausgangssituation. Ich weiß nicht, ob man es so formulieren kann. Ich glaube, es gilt schon auch für die deutsche Wirtschaft, dass wir eher in schweren Zeiten unterwegs sind, vielleicht sogar auch in Krisenzeiten, gerade im deutschen Mittelstand. Und man spürt vor allen Dingen teamseitig schon auch den Wunsch, dass man darüber spricht bzw. dass man vielleicht auch dort ansetzt in der Zeit, in der es einem nicht gut geht. Klar. Dann könnte auch der schnelle Schwenk sein, dass man sagt, prima, wir ersetzen jetzt ja alles mit KI. Das ist vielleicht nochmal ein anderes Thema. Aber dennoch gibt es schon auch eine große Bereitschaft, aus der Teamperspektive neu ansetzen zu wollen und auch wieder zusammenwachsen zu wollen. Und das ist eigentlich eine Ausgangssituation, die sehr schön ist, wenn es eben auch gewollt ist, dass man das gemeinschaftlich so tun kann. Es gibt aber auch ganz klassische Probleme mit den Gabriel Rath 18:42 Denn das kann ja das... Ja, bitte. Chris 18:48 Unternehmen auf uns zukommen, die man so auch beantworten kann. Also wenn das Unternehmen oder vielleicht auch die Kollegin aus dem HR-Bereich zu uns kommt und sagt, ich habe hier die Teams und die reden alle gar nicht miteinander und ich habe irgendwie auch das Gefühl innerhalb des Teams, da knirscht es so und da brauche ich irgendwie mal Hilfe, dann ist das ja auch eine Situation, wo dir als Unternehmen wirklich Performance abhanden kommt, weil ich in diesen Konflikten oder eben in schlechter Kommunikation ganz viel Energie verliere. Und das kann ich auch beantworten, indem ich noch mal auf Kultur insgesamt schaue, wenn ich dann dazu bereit bin. Also da gebe ich dir schon recht. Natürlich brauche ich dafür eine Bereitschaft, die über dieses kleine Team hinausgeht, damit es dann auch funktioniert. Gabriel Rath 19:43 Und ich finde, die Krisenzeit ist eigentlich eine große Chance für ein Zusammenrücken. Weil man schafft es nur gemeinsam wieder raus, ein Anführungszeichen. Ich meine, wir erinnern uns auch an die Corona-Zeit. Das war auch eine Krise und das hat irgendwie auch was mit Leuten gemacht. Auf der einen Seite sind sie vielleicht auseinandergerückt, weil jeder mit einem im Homeoffice saß. Auf der anderen Seite hat es auch Leute verbunden und neu zusammengebracht, die dann einen digitalen Wein getrunken haben und was es nicht alles gab. Also manchmal liegt da drin ja auch irgendwie eine Gelegenheit, denke ich mir, wenn man sich neu überlegen muss, wie man neue Wege auch findet. Nur muss man sich damit beschäftigen wollen und man muss auch bereit sein, sich zu verändern. Das ist ja auch ein wichtiges Thema nach wie vor. Chris 20:29 Absolut, man kann ja auch das Gegenbild aufzeigen. Wenn ich in der Krise anfange, mich dann auch noch nicht meine Leute zu kümmern oder uns als Team, dann erwächst daraus garantiert keine Chance. Wenn wir dann das Hauen und Stechen anfangen und wir irgendwie Fehler suchen oder versuchen, Krise zu erklären, dann dann wird daraus nichts Gutes erwachsen. Aber andersrum, wenn man das eben versteht als Chance und sagt, okay, wir rücken jetzt zusammen, wir denken noch mal ganz neu, was können wir eigentlich noch mal ganz anders machen? Wie können wir auch anders miteinander sein, sodass hier Innovation und Vortrieb entsteht? Ja, dann kann das auch passieren. Gabriel Rath 21:19 Und das ist dann ja eure Rolle, Chris, dass ihr dann dazukommt und wahrscheinlich auch mit den Führungskräften dann mal diese Fragen stellt. Was machen wir dann vielleicht mal anders? Woran haben wir noch nie gedacht? Also diese teilweise unbequemen Fragen auch zu stellen. Chris 21:35 Unbequeme Fragen sind es auf jeden Fall, weil irgendwie ist man ja in diese Situation gekommen, aber ich glaube, das reicht nicht. Also es reicht nicht nur, unbequeme Fragen zu stellen, es meint eben auch, erstmal auch das Alte wertzuschätzen, also das, was bis dato passiert ist. Du kannst nicht in ein Unternehmen reingehen und sagen, was habt denn hier fabriziert oder verbockt, dann kannst du eigentlich mit der Drehtür auch gleich wieder rauslaufen. Gabriel Rath 21:55 ist denn hier los? Chris 22:02 So viele Kunden kann man vorne gar nicht generieren, die man dann über diesen Weg dann auch gleich wieder entsprechend verliert. Also das kann es nicht sein. Caro 22:02 Und ich glaube, für eine Anamnese oder für ein Verständnis von Status quo ist es gut, Fragen zu stellen, ob die dann immer unbequem sein müssen. Das weiß ich nicht so richtig. Bei Wertschätzung der Vergangenheit gegenüber bin ich schon auch dabei und eben auch das Herausfinden von, wie geht es die Menschen? Also nicht nur, wo steht es jetzt das Unternehmen, für das man dann sehr wahrscheinlich arbeitet, oder die Organisation, wo stehen wir wirtschaftlich, oder sind wir effektiv in dem, was wir tun? Wie geht es dem Produkt, was vielleicht auch entwickelt wird, sondern ganz klar auch zu gucken, wie steht es die Produktionskapazitäten? Also wie steht es am Ende auch die Menschen, die dort arbeiten? Sie wissen auch meistens selbst schon, was ihnen fehlt oder was sie wollen und brauchen. Also der Skill, den sie ihnen beibringen, Führungskräften beibringen, ist eben eher das Zuhören. Es geht nicht darum, Fragen zu stellen, sondern jetzt macht doch erstmal den Raum auf und hört mal eurem Team zu. Die haben schon Ideen, die wissen auch schon, wo es klemmt, was gerade nicht gut läuft. Da müssen wir jetzt nicht viel mit reingeben, außer eben mal die Aufmerksamkeit dahin zu richten. Chris 22:02 Und da drin steckt dann auch relativ viel Energiequelle, wenn man so möchte. Das ist so ein Startpunkt, dann als Team auch entstehen kann, wo ich dann auch eine, ja, so eine Art Verbundenheit miteinander generiert bekomme und wo ich dann auch eine Lust bekomme, an dem Neuen vielleicht auch teilzuhaben. Und diese Teilhabe, also ich höre auch dem anderen zu und ich bringe meine Ideen mit eines, etwas, was in Konflikten oder Krisenzeiten oftmals vergessen wird. Dann werden da einfach nur die Rollläden irgendwie hochgefahren oder runtergefahren. Dann werden irgendwie die Mauern entsprechend gebildet oder so ein bisschen auch die die Lager gebildet. Und dann schauen wir mal, wo wir dann da landen. Und wir versuchen eigentlich genau den anderen Ansatz zu fahren und eher zusammenzubringen. Und so wie du es ja selber auch gerade beschrieben hast, also gemeinsam auch diese Zeit zu nutzen, etwas Neues auch entstehen zu lassen. Gabriel Rath 24:14 Vor ein paar Jahren haben wir das noch unter der Überschrift New Work diskutiert. Mittlerweile ist das ja keine Vokabel mehr, die so häufig genutzt wird. Es kommt ja auch für mich nicht drauf an, auf dieses Wort. Am Ende geht es ja darum, wie organisieren wir uns? Wie sorgen wir dafür, dass die Menschen gern zur Arbeit kommen, dass sie ihre Potenziale ausschöpfen können? Könnt ihr uns mal so in einen Fall, in einen Case mit reinnehmen, wo ihr auch ein Unternehmen begleitet habt, die mit und dank euch eine gute Veränderung hinbekommen haben? Chris 25:53 Ja, total gerne. Das Beispiel oder das Unternehmen, für das wir gearbeitet haben, findet sich im Grunde, ja, deutschen Mittelstand wieder. Allerdings, und das ist so ein bisschen auch das, was ich eben mit Wertschätzung meinte, muss man ein bisschen zurückgucken, was ist eigentlich passiert, bis an den Punkt, wo wir dann eingesetzt haben. Im Grunde ist das Unternehmen, was wir vorgefunden haben, oder auch die Menschen oder die Organisationen, die wir vorgefunden haben, eigentlich schon mal zusammengewachsen. Also, sie waren mal zwei Unternehmen an zwei ganz anderen Standorten mit vielleicht auch zwei unterschiedlichen Mentalitäten oder Kulturen, auch unter unterschiedlicher Führung, die dann, ja, zusammengeführt worden zu einem Unternehmen. Und die sollten dann zusammen von jetzt auf gleich auch miteinander arbeiten können. Also gemeinsam an einem Produkt, an einer Marke arbeiten können. Und was wir vorgefunden haben, war erst mal sehr viel Verunsicherung und eine sehr unglückliche Situation für das Team insofern, dass sie sich jeweils als Teambegriffen haben, aber in so einer Art Zwangsverheiratung steckten und auch erst mal lernen mussten, was wir dann gemeinsam angegangen sind, miteinander zu kommunizieren und auch abzugleichen, was ist uns jeweils wichtig, also den jeweiligen Teams, und was ist uns auch gemeinsam vielleicht in Zukunft als Team wichtig. Und wer sind wir eigentlich? Also das ist schon fast auch eine Identitätsfrage, die es da zu beantworten galt. Und das haben wir tatsächlich über viel Ruhe und Zeit versucht. Also der Ansatz war, erst einmal sich auch kennenzulernen und auch verstehen zu lernen. Ja, ganz klar. Also nicht von jetzt auf gleich zu sagen, okay prima, jetzt funktioniert ja alles und los geht's, sondern wirklich auch den Raum und die Zeit zu haben, ja, zu merken, wo vielleicht auch eine Chance stecken kann, ein größeres Team darzustellen, eben auch ein Verständnis füreinander zu entwickeln. Caro 27:50 Also ich finde, in dieser Situation ist dann immer das Schlimmste, was man machen kann, einfach alles in die Tonne zu drücken, zu sagen, nee, wir fangen jetzt von vorne an, wir machen alles neu und anders. Sondern die Aufgabe war vielmehr, erst einmal auch gemeinsam zurückzuschauen und auch nochmal anzuerkennen, was ist jetzt eigentlich passiert, was ist in beiden Teams, passiert bis zu diesem Punkt. Wie habt ihr dann dieses Zusammenwachsen auch wahrgenommen? Wie war es aus der jeweiligen Perspektive, ja auch erstmal irgendwie klar zu machen, wir sind ja alle nur Menschen und wir haben alle versucht, das irgendwie bestmöglich hinzukriegen. Es ist uns aber nicht immer gelungen, dann aber eben gemeinsam in ein, okay, wie wollen wir es denn jetzt zukünftig miteinander gestalten zu kommen? Und das brauchte dann tatsächlich auch viel Zeit und Ruhe. Wie Chris gerade schon sagte, man darf da nicht zu ungeduldig werden. Das ist ja eine schwierige Situation, beide Teams zu einem zu werden. Gabriel Rath 28:57 Und ich finde es so wichtig, das überhaupt mal besprechbar zu machen, dass alle auf einem Stand sind und sich auch vielleicht auf eine Richtung einigen, in die es dann weitergeht. Denn alle reden ja in der Organisation über diese Themen, die in dem Meeting, die in dem Kreis, die über die und so redet man mal miteinander. Ja, genau, das ist ja die Grundlage, damit man dann weitergeht, dass man erst mal schaut, wo kommen wir her, wo sind wir gerade. Aber dann zu schauen, wie gehen wir in eine Zukunft, die auch so unsicher ist wie heute, ist natürlich auch eine große Aufgabe. Chris, du hast schon künstliche Intelligenz angesprochen. Ich glaube, da gibt es auch gerade viele Fragen bei Unternehmen, wie man jetzt überhaupt eine Strategie aufbaut, weil man ja einfach auch gar nicht weiß, wie sich das Ganze entwickelt. Da sind wir noch nicht mal bei Geopolitik, aber diese Unsicherheit macht schon vielen Unternehmen sehr zu schaffen. Wie erlebt ihr das? Chris 29:49 Definitiv genauso, wie du es gerade beschreibst, auch gar nicht groß anders. Resilient sind sicherlich die Unternehmen, die bereits Lernen für sich irgendwie verankert haben, also wo es auch Teil des Prozesses ist, dass jeder Einzelne, jeder Einzelne etwas Neues lernen kann und darf. Also wo auch klar ist, dass alles sich weiterentwickelt, also die Menschen sich idealerweise auch weiterentwickeln. Die haben natürlich schon auch irgendwie eine gute Situation für sich dann geschaffen, wenn sie in der Lage sind, das so zu können. Also wo auch dann Raum genau dafür da ist, sich als Gesamtorganismus, wenn man das so sagen darf, als Organisation auch weiterzuentwickeln. Die, die natürlich immer nur bewahren bzw. grundsätzlich auch wirklich nur darauf schauen, was sie gerade jetzt tun und das versuchen auch nur weiterhin zu tun, die werden es schon schwer haben, sich vielleicht auch mit neuen Technologien. Und es muss ja nicht nur KI sein. Und auch das ist ja auch ein breites Feld, sich zu befassen, ganz klar. Gabriel Rath 30:48 Wie sorgt ihr denn dafür, dass ihr euch als glæd.works weiterentwickelt? Habt ihr auch Formate, die euch helfen, bestimmt? Caro 31:00 Tatsächlich werden wir nächsten Monat auf die work awesome gehen und uns da wirklich auch nochmal ganz viel Input holen, bezogen auf das große Themenfeld, Neues arbeiten. Das machen wir auch als Team, also das ist nichts, was wir uns irgendwie, nur wir uns von behalten. Wir nutzen es also auch als Teambuilding-Event sicherlich, aber auch ganz viel Input aufzusagen. Und ansonsten hat das Hier aber glaube ich vierschichtige Formate. Wir haben hier auch ein ganz gut gefülltes Bücherregal, das auch immer von allen Regel genutzt und bespielt wird. Wir diverse Abos von Magazinen. Recherchieren, wenn wir irgendwas noch nicht können. Also ich glaube, das wohnt uns insgesamt sehr stark inne. Es gehört auch tatsächlich mit zu unseren Werten. Also wir haben uns das einfach auch auf die Fahne geschrieben, zu sagen, wir wollen auch dazulernen. Und es ist total okay, wenn mir irgendetwas jetzt noch nicht perfekt gelingt, wenn es eben Teil eines Lernprozesses ist und ich einfach jetzt sage, ich möchte das jetzt lernen und ich probiere das jetzt aus und dann ist die Lösung eben noch nicht perfekt. Dieses Bewusstsein ist für uns auf jeden Fall sehr stark verankert in unseren Werten, die wir uns auch vorgenommen haben. Gabriel Rath 32:20 Ihr habt einen Raum, man sieht auch ein bisschen was von dem Raum. Der Ausschnitt sieht schon mal sehr gut aus. Wie wichtig ist denn für euch auch so ein Begegnungsort, so ein Kulturort? Caro 32:24 Wir nennen das Büro. Chris 32:35 Richtig, Sorry, ich hab's jetzt rausgehauen. Richtig, richtig. Ich glaube, wir sind auch Büromenschen, sind auch Menschen, also Caro und ich sind auch Menschen, die andere Menschen begegnen wollen. Also ansonsten hätten wir wahrscheinlich auch einen Job verfehlt. Wir kommen ja aus der Situation beim vorherigen Arbeitgeber, dass wir wirklich ein sehr großes Team hatten an vier Standorten, auch europäisch, also viel Austausch, unsere Kunden waren irgendwie weltweit unterwegs. Das heißt, du hast viel Kontakt. Und dann sind wir ja quasi von jetzt auf gleich erstmal in die Situation gerutscht, dass es erstmal nur uns beide gab. Wir saßen dann irgendwie im Homeoffice und haben uns Gedanken darüber gemacht, okay, wie sieht glæd.works quasi aus und wie sehen entsprechend unsere Weiterbildungsprogramme aus, die wir dann entwickeln wollten. Und wir haben ja fast ein ganzes Jahr, ein bisschen weniger, aber annähernd ein ganzes Jahr, wirklich auch in diesem Homeoffice verbracht. Und das ist so bisschen, als würde man seine Pflanze nicht gießen oder vielleicht auch selten mal Sonne zuführen. Also wir sind schon ein bisschen eingegangen und waren dann einfach unfassbar happy, dass wir diese Räumlichkeiten hier gefunden haben und dass wir dann ja auch schnell als Team gewachsen sind. Und das war wirklich ein Aufatmen und die Sonne schien und wir konnten uns hier wirklich ausleben und ausbreiten, die Wände so bespielen und dieses Arbeitsumfeld so schaffen, wie wir es tatsächlich auch, alle hier für gut fanden. Und es hört nicht auf, also ist eine Daueraufgabe, auch darüber Gedanken zu machen, wie man eigentlich gemeinsam auch in einem Raum arbeiten möchte. Ganz klar. Gabriel Rath 34:08 Ja, ja. Und ihr habt ja auch noch einen Kieler Hafen. Ihr habt auch noch ein schönes Ambiente. Das ist ja auch ein Standortvorteil. Chris 34:18 Das ist auf jeden Fall schon nett. Wir sind hier sehr zentral unterwegs und können entsprechend die Mittagspause in alle Richtungen gut nutzen. Hier ist ein Park, da ist direkt die Förde. Das kriegen wir schon ganz gut hin. Es ist auf jeden Fall so, dass... Du bist ja in der Hansestadt, wir hier nicht. Also ja, genau so ist es. Gabriel Rath 34:30 Nehmt ihr noch Bewerbungen an, ja? Caro 34:44 Also uns ist Büro auf jeden Fall wichtig. Ich würde gerne noch kurz dazu sagen, es gibt aber keine Office-Pflicht. Also es ist schon absolut freiwillig, wenn Menschen auch von uns Vieren sagen, heute mal nicht, dann ist das auch total okay. Aber wir treffen uns schon zu einem sehr, hohen Prozentsatz gerne alle hier, weil es ein Zusammenarbeiten doch sehr schön und angenehm macht, wenn es eben analog stattfindet. Man sich mal ganz kurz was zurufen kann. Das macht das richtig gut. Gabriel Rath 35:15 Ihr legt ja großen Wert auf Freiheiten, also schau, wie viel Urlaub du brauchst, schau, wo du arbeitest, schau, wie du es machst. Wie sorgt ihr dafür, dass ihr sehr performant seid, dass ihr viel leistet? Denn am Ende des Tages wollt ihr das ja auch mit all den Freiheiten. Wie kriegt ihr das als Team hin? Wie funktioniert ihr gut als Team und bringt richtig viel PS auf die Straße? Chris 35:42 Ich glaube, wir dazu gar nicht aktiv viel tun. Oder andersrum, all das, was du gerade aufgezählt hast, tun wir genau dafür. Dass wir eben eine gute Stimmung hier miteinander haben. Dass wir auch wissen, wofür wir das ja eigentlich gerade tun. Was sind unsere Meilensteine vielleicht, die wir erreichen wollen. Und daraus entsteht in meiner Wahrnehmung eine intrinsische Motivation, einfach viele Ideen mit einzubringen. Also es ist, glaube ich, eher so eine andersrum Situation, in dem ich jetzt hier Freiheiten, ich, in dem wir hier Freiheiten ausleben können und in dem wir hier ein gutes Miteinander haben, auch einen psychologisch sicheren Raum haben, mit dem wir diskutieren können, entsteht Performance in einem Team. Das ist die halbe Seite oder? Gabriel Rath 36:18 Also es ergibt sich gewissermaßen. Caro 36:38 Die eine Hälfte der Medaille, ich glaube, die andere Hälfte ist, dass wir gemeinsam planen. Also wir sind schon sehr sprintdiszipliniert, und ich, wenn es Arbeitsergebnisse geht. Uns ist bewusst, wenn wir uns Aufgaben vorgenommen haben, dann ziehen wir die meisten auch durch, das weiß ich, bis zum Ende der Woche muss XY fertig werden, dann machen wir das auch und sind da auch sehr stringent hinterher. Aber alleine, dass wir uns auch die Zeit nehmen, gemeinsam montags zusammenzusitzen, zu frühstücken und wirklich auch zu planen, was diese Woche anliegt und was wir auch gemeinsam erreichen wollen, hilft schon ungemein. Das kann man natürlich hier in so einem kleinen Themen gut machen. Aber im Prinzip dieser Ansatz lässt sich auch skalieren auf größere Teams oder auf sozusagen unterschiedliche Teams, die jeweils ja auch ihre Themen haben. Das Thema motiviert schon unfassbar. Da gehe ich schon mit. Aber die Art und Weise, wie wir dann tatsächlich auch die Themen bearbeiten oder die Aufgaben auch angehen. Das ist für mich so bisschen die zweite Seite. Gabriel Rath 37:41 Was habt ihr noch vor? Wo wollt ihr noch hin? Nehmt uns mal so bisschen mit in die Richtung, die für eure Kompanie jetzt so ausgelotet wurde. Also Wachstum kann man ja auch verschieden beantworten. Das muss ja auch nicht immer das personelle Wachstum sein. Das wollen ja glaube ich auch gar nicht mehr alle heutzutage. Aber was ist eure wünschenswerte Zukunft? Caro 37:54 Also an Ideen mangelt es uns nicht. Also wir würden schon gerne skalieren, was dann wirklich das Programm anbelangt, einfach weil da ja die Chance drin liegt, sehr, sehr vielen Firmen wirksam zu sein. Also wenn ich jetzt ganz viele Menschen durch zum Beispiel unser Leadership-Programm oder Kursprogramm bringe, dann ist jetzt meine romantische Vorstellung, dass eben in ganz, ganz, vielen Firmen in Deutschland ja so ein neuer Keim von so geht Arbeiten auch, so könnte es hier sein. Spread the word. Das machen wir jetzt hier bei uns. Wir denken mal Das ist jetzt erstmal die Vision. Und dafür müssen wir nicht in Mitarbeiterinnenzahl groß wachsen. Das ist auch gar nicht unbedingt das Ziel, eine Riesen-Company zu werden. Wir haben viel mehr Bock auf Impact. Also Impact in der Arbeitswelt insgesamt. Möchtest du was ergänzen? Chris 39:07 Auf jeden Fall. Die Frage ist, ob das politisch korrekt ist. Caro 39:07 Versuch mal. Chris 39:07 Naja, also jetzt mal egoistisch gesprochen oder auch ein bisschen darauf geguckt, was ich mir vorstellen könnte. Ich möchte schon, dass wir als Firma, glæd.works so als Marke und damit wir auch als Person oder als Team auch für gutes Arbeiten stehen. Also dieses Ideal wird vor nicht gehend ein Raum, in dem viele Menschen sind. Gabriel Rath 39:13 Hau raus! Chris 39:36 Und da sind auch ein paar Menschen, uns erkennen und sagen, ich weiß schon, für welches Thema die brennen. Und eigentlich will ich mich sogar mit denen unterhalten, weil die haben Plan davon, wie man das vielleicht auch hinkriegt oder wir bei uns dann im Unternehmen vielleicht auch hinkriegen können. Das ist so bisschen das, wofür wir, glaube ich, morgens auch aufstehen. Es geht nicht darum, dass wir jetzt unendlich groß skalieren. Also dafür sind wir auch noch viel zu jung und Wir müssen auch erst mal beweisen, dass unser Ansatz, der an vielen Stellen doch auch schon anders ist, auch gut funktioniert. Da glauben wir dran. Aber ja, es gibt auch weitere Gedanken. Also ja, wir haben im Moment ein Kursprogramm und wir beraten ja auch direkt Unternehmen oder begleiten auch Unternehmen und Teams. Aber in meiner romantischen Vorstellung gibt es dann auch wirklich Orte, an denen wir gemeinsam mit unseren Kundinnen arbeiten können, die wir geschaffen Also in meinem Kopf gibt es eine Tiny House Siedlung, wo man gemeinsam auch mal irgendwie Workshops machen kann und auch ein bisschen Offsite mit Teams arbeiten kann. Aber das... Ja, genau. Ich sehe, du buchst dich schon ein. Das ist tatsächlich auch ein Thema, was wir natürlich auch aus unserer Vergangenheit kennen. Gabriel Rath 40:39 glæd offices. Ja, ich seh das schon. Chris 40:53 Also irgendwie eine Klausurtagung zu veranstalten und dann irgendwie den richtigen Ort dafür zu finden, wo man wirklich auch mal konzentriert abschalten kann, damit man fokussiert ist, aber sich auch als Team mal wirklich auch begreifen und auch spüren darf. Das ist auch ein Thema von uns. Aber da haben wir noch ganz, ganz viele Ideen. Ich glaube, daran wird es niemals mangeln. Gabriel Rath 41:15 Auf dem Schiff wäre doch manchmal schlecht. Im Hafen und dann so bisschen rausschüppern. Chris 41:17 Ja, in Rostock gab es ja mal so ein Plaza, also das, jetzt wahrscheinlich so Rewe meint. Da konnte ich ein Kaufhaus auf dem Schiff besuchen. Also meine Kindheit waren wir auch manchmal auf einem Schiff einkaufen. Unfassbar. Also vielleicht müssen wir in Zukunft glæd.works auch auf so einem Riesenkahn denken. Ein Hausboot wäre auch schon schön. Gabriel Rath 41:33 Ich kenn's auch noch. glæd ship. Da habe ich meine ersten CDs gekauft damals, gab es einen Musikladen auf diesem schwimmenden Kaufhaus. Caro 41:48 Ja. Cool. Was war deine erste CD? Gabriel Rath 41:54 Das ist eine gute Frage, war, ich glaube, K7. K7 war so eine Rap-Gruppe. Und der größte Hit war Come Baby Come. Und den gab es leider nicht. Ich war, glaube ich, in dem Musikladen, diese Single zu kaufen. Die gab es nicht. Ich habe die zweite, die sie gerade auszukoppelt gekauft. Die war nicht so gut. Ja, so war das damals. Ja! Caro 42:22 Okay, haben wir das jetzt auch geklärt. Gabriel Rath 42:25 Und eure? Eure erste CD. Caro 42:29 auch ganz witzig. Bei mir ist es, ich weiß auch nicht so genau, es ist irgendwie komplett weggeglitscht. Es war der Flappard, ich weiß nicht, ob ihr den kennt. Es ist so ein Rock bis Hardrock. Danach kam, glaube ich, dann aber Tic Tac Toe oder so. Ich glaube, das war die Zeit. Also ich war noch nicht so ganz gefestigt in meiner musikalischen Meinung. Da müsst ihr gleich mal hier auf Spotify gucken, was in unserer Kindheit so lief. Ja, genau. Gabriel Rath 42:37 Der flippert. So Rock. Cool, sehr schön. Dann sind wir mal gespannt, was bei euch noch so weiter entsteht. Haltet uns da gerne auf dem Laufenden. Wir tun alles hier in die Show Notes. Und natürlich seid ihr auch auf LinkedIn aktiv. Also wer da mag, connectet gerne mit euch und schreibt euch mal an. Schön, dass ihr da wart. Schöne Grüße nach Kiel aus Rostock, wenn ihr mal in der Nähe seid, kommt vorbei. Dann trinken wir eine Tasse Kaffee und Mal, wo es hingeht. Also bis bald! Caro & Chris 43:29 Vielen, vielen Dank. Danke dir, Gabriel. Schöne Grüße nach Ostdorf. Gabriel Rath 43:32 Ciao! bald!