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Zusammenarbeit beginnt bei mir

15. Juli 2026

In den letzten sechs Monaten wurde ich oft gefragt, was die Firma eigentlich macht, für die ich jetzt arbeite. Und je öfter ich das erkläre, merke ich, wie viel tiefer ich jedes Mal eintauche. Wenn ich über unser Lernprogramm spreche, dann ist mir vor allem wichtig, die einzelnen Kurse in Relation zueinander zu setzen und zu erklären, warum wir das eigentlich so machen, wie wir es machen.
Für mich klingt das logisch: erst ich selbst (nicht weil die eigenen Wünsche immer an erster Stelle stehen sollten, sondern weil man sich selbst erst kennen muss), dann ich im Kontakt mit anderen, dann ich im Team. Das eine baut auf dem anderen auf, nicht weil es didaktisch hübsch aussieht, sondern weil es in dieser Reihenfolge sinnig ist.

Ich glaube, dass genau diese Reihenfolge gerade in der Arbeitswelt enorm an Bedeutung gewinnt. In sehr vielen Teams und Organisationen sehe ich hier noch viel ungenutztes Potenzial: Oft zählt nur, ob jemand ins Team „passt“, seltener, wie das Team durch die neue Person wachsen könnte. Das kann dazu führen, dass die Zusammenarbeit darunter leidet:

  • Feedback, das eher verletzt anstatt zu helfen

  • Grenzen, die nicht bekannt sind, werden überschritten

  • Bedürfnisse bleiben unsichtbar (Mimik und Gestik sind remote viel schwieriger einzuschätzen)

  • Arbeitsdruck aktiviert den Autopiloten anstatt echte Neugier füreinander

  • Kein Raum für Emotionen (man weiß nicht, was im Hintergrund bei der anderen Person gerade passiert)

Und das hört nach der Arbeit nicht einfach auf. Wie wir einander zuhören, wie wir aufeinander zugehen, entscheidet auch außerhalb von Teams darüber, ob wir im Gespräch bleiben oder aneinander vorbeireden. Deshalb ist das für mich kein reines Trainingsthema, sondern etwas, das ich für gesellschaftlich relevant halte. Jede:r von uns kann das eigene Umfeld durch kleine Verhaltensweisen beeinflussen. In unserem Programm bekommst du gezielte Impulse (für dich selbst, für deine Kommunikation und für die Zusammenarbeit im Team), mit denen du dein persönliches Arbeitsumfeld positiv gestalten kannst.

Portrait von Neele.

Geschrieben von Neele

Strategie & Kommunikation

Neele interessiert sich als Teil des glæd.works Teams für Themen der Arbeitswelt von morgen.
Sie glaubt daran, dass faire, solidarische und zukunftsfähige Arbeit dort entsteht, wo Menschen sich wohlfühlen, ihre Stärken einbringen und Zusammenarbeit auf Augenhöhe stattfindet.

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